Wissenschaftliche Tätigkeit

Lehrbeauftragter an der

 

Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau im Master-Studiengang "Psychologie kindlicher Lern- und Entwicklungsauffälligkeiten"

(Modul AM01_01: Psychologische Diagnostik und Modul BM03: Lernen und Schulleistung: Sozial-emotionale und motivationale Grundlagen

 

DIPLOMA Fernhochschule im Bachelor-Studiengang "Soziale Arbeit"

(Modul Psychologische Grundlagen der Sozialen Arbeit) 

 


Betreuung von akademischen Abschlussarbeiten (Bachelor- und Masterarbeiten) aus folgenden Themenfeldern:

 

Klinische Psychologie, Psychotherapie und Traumatherapie

  • Psychische Grundbedürfnisse (Grawe, 2004) bei Kindern und Jugendlichen (Bedürfnisorientierte Therapie; BoT; siehe unten)
  • Frühkindliche Traumatisierungen/Bindungsstörungen (Ursachen, Formen, Symptome), deren Auswirkungen (z. B. in pädagogischen Kontexten) und mögliche Interventionen 
  • Traumapädagogik und Traumatherapie in pädagogischen Kontexten
  • Psychische Erkrankungen von Eltern (z. B. Traumatisierungen) und deren Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche 

Gesundheitspsychologie 

  • Methoden der Selbsterfahrung und Selbstfürsorge in Therapie, Supervision und Coaching
  • Psychische Grundbedürfnisse in Therapie, Supervision und Coaching 
  • Psychodynamische Theorien in Therapie, Beratung und Coaching

Kongressbeiträge

 

Prölß, A. (2021): Aggressive Verhaltensweisen bei Kindern und Jugendlichen: Ursachen, Diagnostik und Intervention. 24. Bundeskongress für Schulpsychologie - 100 Jahre Schulpsychologie. Online-Format.  

 

Prölß, A. (2019): Sozio-emotionale Grundlagen des Lernens. LemaS-Jahrestagung (Leistung macht Schule; Eine gemeinsame Initiative von Bund und Ländern) in Karlsruhe. 

 

Prölß, A. (2017): Früherkennung von Legasthenie in Kindergarten und Schuleingangsphase. 19. Bun-deskongress des Bundesverbandes Legasthenie und Dyskalkulie e. V. in Würzburg.

 

Klatte, M., Prölß, A., Bergström, C., Steinbrink, C. & Lachmann, T. (2015): Effekte  des  computer-basierten  Trainingsprogramms  Lautarium  auf  die  phonologischen und schriftsprachlichen Leistungen bei Erstklässlern mit relativ schwacher vs. mindestens durchschnittlicher Lesefähigkeit. 15. Fachgruppentagung Pädagogische Psychologie in Kassel.

 

Klatte, M., Steinbrink, C., Prölß, A., Estner, B., Christmann, C. & Lachmann, L. (2014): Effekte des computerbasierten Trainingsprogramms "Lautarium" auf die phonologische Verarbeitung und die Lese-Rechtschreibleistungen bei Grundschulkindern. 18. Bundeskongress des Bundesverbandes Legasthenie und Dyskalkulie e.V. in Erfurt.

      

Klatte, M., Prölß, A., Steinbrink, C. & Lachmann, T. (2013): Entwicklung und Evaluation eines com-putergestützten phonologischen Trainingsprogramms für Erst- und Zweitklässler mit LRS-Risiko: Ergebnisse einer Pilotstudie. 21. Tagung der Fachgruppe Entwicklungspsychologie in Saarbrücken. 


Forschungsprojekt:

Die Bedürfnisorientierte Therapie (BoT)

Die Bedürfnisorientierte Therapie (Prölß, 2020; 2021) ist eine neue erfahrungsorientierte und wissenschaftlich fundierte therapeutische Richtung, bei der klassische verhaltenstherapeutische, psychodynamische sowie lösungsorientierte Methoden kombiniert werden.    

 

Grundlage

Die BoT hat ihren Ursprung in der Neuropsychologie und geht davon aus, dass Menschen vier psychische Grundbedürfnisse besitzen (Grawe, 2004): das Grundbedürfnis nach Bindung, das Grundbedürfnis nach Selbstschutz und Selbstwerterhöhung, das Grundbedürfnis nach Kontrolle und Orientierung sowie das Grundbedürfnis nach Lustgewinnung und Unlustvermeidung. Diese Bedürfnisse sind bei allen Menschen vorhanden und ihre dauerhafte Nichtbefriedigung führt zur Schädigung der psychischen Gesundheit und des Wohlergehens. 

Anwendung

Bei der Therapie (oder beim Coaching) wird bewusst an diesen Grundbedürfnissen des Klienten gearbeitet. So bildet bspw. der Aufbau einer tragfähigen, emotional belastbaren Therapeut-Patienten-Beziehung das Fundament dieser Theorie (Bedürfnis nach Bindung). Anschließend werden selbstwertsteigernde oder selbstwertstabilisierende Methoden angewendet, um das Bedürfnis nach Selbstschutz und Selbstwerterhöhung zu befriedigen. Ferner wird mithilfe von lösungsorientierten Ansätzen nach Möglichkeiten gesucht, das Bedürfnis nach Kontrolle und Orientierung zu befriedigen. Generell sollte das therapeutische Setting in einem Rahmen eingebunden sein, damit das Bedürfnis nach Lustgewinnung (≈ Wohlfühlen) ebenfalls befriedigt wird.

 

Umfangreiche Studien zur Auswirkung von Defiziten in den einzelnen Bereichen der Grundbedürfnisse liegen bereits im großen Umfang vor (siehe hierzu Borg-Laufs & Dittrich, 2010; Brisch, 2018; Grawe, 2004). Das Gesamtkonzept der Bedürfnisorientierten Therapie wird momentan durch wissenschaftliche Qualifikationsarbeiten (BA- und MA-Arbeiten) kontinuierlich weiterentwickelt.

 

 

Literatur zum Thema

  • Borg-Laufs, M. & Dittrich, K. (2010). Psychische Grundbedürfnisse in Kindheit und Jugend: Perspektiven für soziale Arbeit und Psychotherapie. Tübingen: dgvt-Verlag. 
  • Grawe, K. (2004). Neuropsychotherapie. Göttingen: Hogrefe.
  • Jarzombek, S. (2020). Psychische Grundbedürfnisse und deren Befriedigung in der Schule. Norderstedt: BoD-Verlag.
  • Prölß, A. (2020). Aggressive Verhaltensweisen bei Kindern und Jugendlichen. Grundlagen, Diagnostik und gezielte Interventionen. Idstein: Schulz-Kirchner Verlag.
  • Prölß, A. (2021). Bedürfnisorientierte Therapie in Theorie und Praxis. Norderstedt: BoD-Verlag.
  • Rothammer, C. (2022). „Ich hau‘ dir gleich in die Fr…!“ – Auswirkungen der Pandemie:  Aggression bei Kindern und Jugendlichen. Interview mit Dr. Alexander Prölß.                  Niederbayerische Schule - Zeitschrift des Bezirksverbandes Niederbayern im BLLV. S. 22-25.
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2022_1_Interview_Aggression.PDF
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Bei näherem Interesse können zu diesem Thema Vorträge, Seminare oder Workshops gebucht werden.