Ein Kunstwerk – Theorie und Praxis (Georg Skrypzak)

 

Während es der Theorie erlaubt ist zu träumen, wird die Praxis zeitweilen zum Alptraum selbiger – ein Kunststück hingegen, wenn beide sorgsam ineinander greifen. Mein Anspruch ist es daher, Erkenntnisse der psychologisch-pädagogischen Forschung mit handlungsorientiertem Praxiswissen zu verknüpfen und an Sie weiterzugeben. Ich würde mich freuen, Sie als Zuhörer zu gewinnen und von meinem Ansatz überzeugen zu können. 

 

Angebot: Bundes- und europaweite Seminar- und Vortragstätigkeit in der akademischen sowie beruflichen Aus- und Weiterbildung von pädagogischem Personal (Erzieher, Lehrer, usw.) bei Interessens-, Berufs- und Elternverbänden sowie an Schulen und anderen pädagogischen Einrichtungen.

 


Zittern, Schweißausbruch und Blackout - Was tun bei Prüfungsangst? 

 

Prüfungsangst hat viele Symptome: vom unspezifischen „Bauchweh“ bis hin zu Zittern, Schweißausbrüchen und Blackouts. Die erste Schwierigkeit für Pädagogen/Lehrkräfte usw. besteht darin, prüfungsängstliche Kinder/Jugendliche überhaupt zu erkennen – sonst droht ein Teufelskreis aus Schulversagen, zunehmenden Motivationsproblemen und immer größer werdender Angst.

 

Inhalte dieses Vortrages sind u.a. Klassifikation und Abgrenzung von Prüfungsangst zu anderen Angsterkrankungen, Vorstellen von Entstehungsmodellen sowie psychologischer Testverfahren zur Erfassung prüfungsängstlichen Verhaltens. Ferner wird darauf eingegangen, welche Faktoren sich ungünstig auf die Genese und Beibehaltung dieser Angst auswirken. Schwerpunkt bilden die Vorstellung geeigneter Maßnahmen, die zur Prävention aber auch konkret zur Intervention im Kontext Schule oder auch zu Hause ergriffen werden können.

 

Dieser Vortrag/Workshop soll Sie für das Thema „Prüfungsangst“ sensibilisieren sowie Ihnen konkrete Maßnahmen an die Hand geben, wie sich Betroffene optimal auf eine Prüfung vorbereiten, in Prüfungen gelassener bleiben und das gelernte Wissen erfolgreich wiedergeben können.

 

Es werden ferner verschiedene Materialien und Förderprogramme im Rahmen einer Materialtheke präsentiert.


Stress- und Emotionsregulationsstrategien bei Kinder und Jugendlichen

 

 

„In der Wut verliert der Mensch seine Intelligenz!

 

 

Innerhalb der Familie, in der Schule oder im Beruf sowie in der Freizeit ist man häufig mit vielen verschiedenen Situationen konfrontiert, die starke Gefühle, wie Wut, Angst oder Trauer auslösen können oder gar zu einem intensiven Stresserleben führen. In solchen Situationen angemessen zu reagieren und dabei die richtige Entscheidung zu treffen, fällt häufig gerade Kindern und Jugendlichen nicht leicht.

 

Stress und Emotionen hängen eng miteinander zusammen, da sie sich gegenseitig beeinflussen. Dauerhafter Stress ist ein Nährboden für die Dysregulation von Emotionen, da dieser eine Steigerung Intensität derer bewirkt. Umgekehrt führt eine Dysregulation von Emotionen zu einer Zunahme von Stress.

 

Die Genese solcher intrapersonellen Vorgänge sieht häufig wie folgt aus: Eine Situation wird als bedrohlich wahrgenommen, daraufhin werden die möglichen Maßnahmen eruiert und anschließend die bewährtest bzw. bekannteste Strategie angewendet (z. B. schreien, aus der Situation gehen, schlagen usw.). Ist man mit dieser „Technik“ erfolgreich, wird diese in daran anknüpfenden kognitiven Bewertungsprozessen als positiv gespeichert und damit in einer neuen Stresssituation erneut angewendet.

 

Bei diesem Vortrag wird auf die Besonderheit der psychologischen Grundbedürfnisse eingegangen und wie eine Nichtbefriedigung derselben sich auf das emotionale Erleben und das menschliche Verhalten auswirken. Dabei stehen vor allem die Gefühle Wut, Angst und Trauer im Fokus. Gerade diese Gefühle werden häufig in aggressives Verhalten transformiert. Zudem wird darauf eingegangen, wie in diesem Zusammenhang das Stresserleben entsteht. Abschließend werden verschiedene Techniken zur Emotionsregulation (z. B. Kontrolle über Kognitionen, Verhaltensänderung oder Ressourcenaktivierung) sowie zur Stressbewältigung (z. B. Situationskontrolle oder Bagatellisierung) vorgestellt, die im Kontext Schule oder zu Hause angewendet werden können.

 

Es werden ferner verschiedene Materialien und Förderprogramme im Rahmen einer Materialtheke präsentiert.


Aggression und Gewalt bei Kindern und Jugendlichen

 

 

„Aggressives Verhalten ist häufig der fehlgeleitete Versuch der Kontaktaufnahme mit der Umwelt!“

 

 

Kinder, die zu aggressivem Verhalten neigen, werden damit nicht geboren. Ihre erste Begegnung mit der Anwendung von Gewalt als Mittel der Problembewältigung kann beispielsweise in der Familie oder über diverse Medien stattfinden. Ebenso kann das Kind aggressives Verhalten als Mittel nutzen, um andere Emotionen zu überspielen, wie z. B. Ängste oder Frustration. Die Ursachen sind also mannigfach.

 

Generell führt aggressives Verhalten sofort zu der Frage nach dem „Warum“,  fast zeitgleich erfolgt die Frage, was man in so einer Situation konkret tun kann, um den betroffenen Schüler oder auch die anderen Kinder zu schützen.

 

In diesem Vortrag werden zuerst die Ursachen für aggressives Verhalten bei Kindern und Jugendlichen behandelt. Dabei werden neben den intrapersonellen Faktoren (z. B. Befriedigung von psychologischen Grundbedürfnissen), auch lernpsychologische Aspekte (z. B. Lernen am Modell) behandelt. Zudem werden einzelne Krankheitsbilder vorgestellt, die sehr häufig mit aggressiven und impulsiven Verhaltensweisen einhergehen. Anschließend wird auf den Verlauf, die Komorbiditäten sowie den Einfluss der  Umwelt, wie beispielsweise Mediennutzung, Erziehungsverhalten, Peers usw. eingegangen. Schwerpunkt bilden aber die Maßnahmen, die präventiv aber auch in der Akutsituation ergriffen werden können.

 

Es werden ferner verschiedene Materialien und Förderprogramme im Rahmen einer Materialtheke präsentiert.

 

 


"ADHS" bei Kindern und Jugendlichen

 

Die Diagnose "ADHS" wird in Deutschland immer häufiger gestellt. Aber hat wirklich jeder Junge, der unruhig ist, dazwischen ruft oder bei Brettspielen nicht warten kann, bis er an der Reihe ist, wirklich ADHS? 

 

In dieser Veranstaltung wird auf folgende Fragestellungen eingegangen: Was versteht man eigentlich unter ADHS? Welche Symptome zeigen betroffene Kinder/Jugendliche? Was geschieht im Rahmen der psychologischen Diagnostik? Was kann man konkret zu Hause, an der Schule oder im Kindergarten zur Unterstützung tun? 

 

Es werden zudem verschiedene Materialien und Förderprogramme im Rahmen einer Lerntheke präsentiert, die Anregungen/Hilfestellung geben sollen, um auf das Verhalten von Kindern mit ADHS angemessen reagieren zu können.


Hochbegabung - Modelle, Mythen, Mensa 

 

„Die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler ist das Leitprinzip des bayerischen Bildungswesens.“ (Stiftung Bildungspakt Bayern). Jeder Schüler hat somit das Recht, entsprechend seiner Fähigkeiten gefördert zu werden. In der Lehrerbildung und im Zuge der Inklusion liegt der Fokus der Bemühungen häufig auf der Unterstützung schwächerer Schüler, während die Schaffung eines adäquaten Lernangebotes für begabte Schüler zu kurz kommt. Was kann dagegen getan werden? 

 

Hochbegabung hat viele Gesichter: vom Spitzenschüler bis hin zum Schulverweigerer – der Blick ins Zeugnis allein ist nicht aussagekräftig. Der Vortrag behandelt daher zunächst wie Hochbegabung erkannt und diagnostiziert wird. Außerdem wird erläutert, warum manche Kinder ihr Potential nicht voll ausschöpfen können und trotz hoher Begabung Schulleistungsprobleme haben. Anschließend wird darauf eingegangen, wie solche „Risiken“ durch eine vielseitige, abwechslungsreiche Förderung umschifft werden können. Dazu werden Eltern und Lehrkräften konkrete, im Alltag leicht umsetzbare Maßnahmen für Kinder und Jugendliche vom Vorschul- bis zum Oberstufenalter an die Hand gegeben. Auch das Thema Lerncoaching (Lernen lernen) und Motivationsförderung wird behandelt. Viele Materialien können vor Ort eingesehen und ausprobiert werden.


„Gesundheit zwischen Flow und Burnout - Risikofaktoren, Symptome und Prävention von/Intervention bei psychosomatischen Erkrankungen“

 

In unserer heutigen schnelllebigen und hektischen Zeit wird das Phänomen Burnout für viele Menschen, ob jung oder alt, zu einer immer größeren Herausforderung. Das Gefühl des „Ausgebrannt-Seins“ entsteht häufig durch eine Kombination aus enormen beruflichen/schulischen Anforderungen, den eigenen begrenzten Ressourcen sowie den hohen Ansprüchen an sich selbst. Aber wie kann es überhaupt zu diesem Zustand der Hilflosigkeit kommen und wie kann man den Teufelskreis durchbrechen? Hierzu und zu vielen weiteren Fragen wird dieser Workshop Antworten liefern. Dabei werden folgende Themen behandelt:

 

  • Begriffsklärung und Differentialdiagnose,
  • Modelle zur Entstehung von Burnout, 
  • Präventions- und Interventionsmaßnahmen (wie bspw. Selbstwertaufbau, "Nein-Sagen" lernen, Zeitmanagement usw.)
  • schulische/betriebliche Unterstützungsmethoden sowie
  • praktische Übungen.

 

Der Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf der Vorstellung und Erprobung von Maßnahmen aus dem „Präventionsprogramm AGIL“ sowie Interventionsmaßnahmen aus dem Bereich der „Akzeptanz- und Commitmenttherapie“ (ACT).